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----- Warum leben wir? ------

WOHER KOMMEN WIR ? - WOZU LEBEN WIR ? - WOHIN GEHEN WIR ?

Wir Menschen sind die einzigen Wesen die nach einem Sinn fragen können!

     
 

Der kleine Mann von der George Street

 

Werte Leser meiner Homepage - am Ende meiner Abhandlungen, die Sie vielleicht bis hierher schon ganz oder auch teilweise gelesen haben, noch eine außergewöhnliche Geschichte die mich veranlasste meine Texte ins Internet zu stellen.

In Sydney in Australien lebte Anfang des 20. Jahrhunderts ein etwas seltsam wirkender kleiner, weißhaariger Mann. In der bekannten Einkaufsstraße, der George Street, sprach er wahllos Leute an, meistens Touristen die einen Einkaufsbummel durch die Geschäfte der Straße machten und sagte: „Entschuldigung meine Dame/mein Herr, sind sie errettet, wenn heute noch der Herr kommt, kommen sie dann in den Himmel“ und verteilte dazu Traktate. Die meisten Menschen kümmerten sich nicht um den Mann und seine Traktate. Von vielen wurde er nur belächelt. Aber es gab auch vereinzelt Leute die die Traktate höflich annahmen, die vielleicht in dieser Richtung schon mal was gehört hatten. Als sie nach ihrem Urlaub wieder zu Hause waren suchten sie die Religionsgemeinschaft auf, die in dem Traktat des alten Mannes beschrieben stand und einige wurden dadurch gläubig.

Der alte Mann aus Sydney wurde innerhalb der Religionsgemeinschaft bekannt, da sich viele Gemeindemitglieder über ihn unterhielten. Eine Frau begann mit ihrer Geschichte: “Ich bin erst vor kurzem hierher gezogen. Vorher lebte ich in Sydney in Australien. Vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Verwandte und spazierte auf der George Street entlang. Ein etwas seltsam wirkender, kleiner, weißhaariger Mann trat aus einem Ladeneingang heraus. Er drückte mir ein Traktat in die Hand und fragte: „Entschuldigung meine Dame, sind sie errettet, wenn heute noch der Herr kommt, kommen sie dann in den Himmel“. Ich war verblüfft über diese Worte, denn noch nie hatte mich jemand so etwas gefragt. Ich dankte ihm höflich, aber während der langen Heimreise nach London war ich darüber ziemlich verwirrt und prüfte das Zeugnis des alten Mannes.“

Das Zeugnis des alten Mannes wurde in alle Welt getragen. Menschen die als Touristen nach Sydney kamen nahmen es mit nach Hause, Touristen und Dienstreisende aus Sydney erzählten von dem Mann in den Ländern in denen sie Urlaub machten bzw. in denen sie dienstlich tätig waren.

Jahre später erkundigte sich ein Pastor aus London bei dem Pastor der Religionsgemeinschaft in Sydney ob er wohl einen kleinen, älteren, weißhaarigen Mann kenne, der Traktate auf der George Street verteilt. Dieser bestätigte: “Ja, ich kenne ihn, sein Name ist Mr. Genor , aber ich glaube nicht, dass er immer noch diesen Dienst tut, denn er ist schon ziemlich alt und gebrechlich.” Zwei Tage später machten sich beide auf den Weg zu seiner kleinen Wohnung. Sie klopften an die Tür und ein winziger, gebrechlicher, alter Mann begrüßte sie. Er bat sie Platz zu nehmen und bereitete ihnen einen Tee zu. Er war schon so gebrechlich und die Hände zitterten ihm derartig, dass er ständig Tee in die Untertasse verschüttete. Die Pastoren erzählten ihm von all seinen Zeugnissen der vergangenen Jahre. Dem kleinen Mann rollten die Tränen über die Wangen. Dann begann er mit seiner eigenen Geschichte: “Ich war Matrose auf einem australischen Kriegsschiff. Ich führte ein verwerfliches Leben. In einer Krise kam es zum Zusammenbruch. Einer meiner Kollegen, dem ich übel mitgespielt hatte, ließ mich nicht allein und half mir wieder auf. Er führte mich zu Jesus, und mein Leben änderte sich von heute auf morgen vollständig. Ich war Gott so dankbar, dass ich Ihm versprach, jeden Tag mindestens zehn Menschen ein einfaches Zeugnis von Jesus zu geben. Als Gott mir wieder Kraft gab, fing ich damit an. Manchmal war ich krank und konnte den Dienst nicht tun, doch holte ich all meinen Rückstand auf, wenn es mir wieder gut ging. Nach meiner Pensionierung war dann mein Stammplatz auf der St. George Street, wo ich jeden Tag Hunderten Menschen begegnete. Ich erfuhr dort zwar eine Menge Ablehnung, aber es gab auch viele Leute, die meine Traktate höflich annahmen. In den vierzig Jahren seitdem ich dies tue, habe ich bis zum heutigen Tag noch von keinem einzigen Menschen gehört, der dadurch zu Jesus gekommen wäre.”

Wir sehen hier, was wirkliche Hingabe ist: 40 Jahre Dankbarkeit und Liebe für Jesus zu zeigen, ohne je von irgendeinem Erfolg zu hören. Dieser einfache, kleine Mann ohne besondere Gaben hat sein Zeugnis zu etwa 150.000 Menschen gegeben. Ich denke, was Gott dem Pastor aus London gezeigt hat, war nur die Spitze von der Spitze des Eisbergs. Nur Gott weiß, wie viele Menschen sonst noch für Christus gewonnen wurden. Mr. Genor , der eine riesige Arbeit auf den Missionsfeldern geleistet hatte, ist zwei Wochen nach diesem Besuch gestorben. Können Sie sich den Lohn vorstellen, den er im Himmel empfangen wird? Ich zweifle, dass sein Gesicht jemals in einer christlichen Zeitschrift erschien. Niemand außer einer kleinen Gruppe von Mitgliedern einer Religionsgemeinschaft in Sydney kannte Mr. Genor , aber im Himmel ist sein Name berühmt.

Der Himmel kennt Mr. Genor und Sie können sich das Willkommen und den roten Teppich und die Fanfaren für seinen Empfang vorstellen, als er heimging in die Herrlichkeit.